Moët & Chandon

20, Avenue de Champagne
F-51200 Epernay
Frankreich

Tel. +33-(0)326-512000
Fax. +33-(0)326-548423

www.moet.com


Moët & Chandon ist der Gigant unter den Champagnerhäusern mit einem Anteil an allen verkauften Champagnern von grob 20 %. Zu Moët & Chandon gehören über 1.500 ha Rebflächen(!), davon über 200 Grand Cru Lagen.

Das Haus wurde 1743 erstmals unter dem Namen Moët erwähnt, Gründer war Claude Moët aus der Nähe von Épernay. Die Geschichte des Hauses ist sehr eng mit der Geschichte der Champagne insgesamt verwoben. Seit 1982 firmiert das Unternehmen unter dem Namen Moët & Chandon, Pierre Gabriel Chandon war der Schwiegersohn von Jean-Remy Moët. Bereits vor 1900 war das Haus der größte Weinbergsbesitzer der Champagne. In den beiden Weltkriegen hat Moët & Chandon sehr gelitten, die beiden Chefs des Hauses wurden von den Nazis verhaftet, überlebten jedoch nach schrecklichen Erlebnissen. Nach dem Krieg konnte Moët & Chandon seine Expansion fortsetzen und andere Marken übernehmen. Mit dem berühmten Cognac-Haus Hennessy wurde 1971 die Holding Moët-Hennessy gegründet.


Das eindrucksvolle Stammhaus in Épernay liegt direkt am Beginn der Avenue de Champagne.




Der vielleicht größe Erfolg war 1936 die Lancierung eines 15 Jahre lang gereiften besonderen Champagners, der zur Hundertjahrfeier der britischen Kunden von Moët gereicht wurde. Der Champanger wurde in einer Flasche abgefüllt, die dem Dom Pérignon des Hauses Mercier ähnlich war. Das Namensrecht an der Marke Dom Pérignon hatte Moet bereits 1930 Mercier abgekauft, die die Marke nie benutzt hatten. Die Jahrgänge bis einschließlich 1934 basierten auf den normalen Moet-Jahrgangschampagnern. Erst 1943 wurde eine eigenständige Cuvée entwickelt und der Champagner auf der Flasche vergoren. Der Dom Pérignon und damit der erste Prestige-Champagner war geboren. Der riesige Erfolg führte dazu, dass Moët die Marke Dom Pérignon zu der bekanntesten Prestige-Cuvée Marke ausbaute.


Die Reste der Abtei von Hautvillers direkt hinter der Kirche würden viele Champagnerfreunde gerne einmal besuchen. Leider ist aber nur die Kirche geöffnet.

Zentrum der Markenidentität von Dom Pérignon ist weder die Zentrale in Paris noch in Épernay, sondern die Abtei von Hautvillers. In diesem kleinen malerischen Ort gegenüber von Épernay findet man die Wurzeln und den Geist des berühmten Mönchs Pierre Pérignon, der den Champagner moderner Prägung erfunden hat und von 1668 - 1715 im Kloster von Hautvillers lebte. Während der Säkularisierung konnte Moët 1823 die großartigen Rebflächen um das Kloster einschließlich des Klosters selbst mit Kirche erwerben. Die Kirche, in der sich der Grabstein Pierre Pérignons befindet, wurde später der Gemeinde Hautvillers vermacht und ist noch heute ein öffentliches Gotteshaus. Die Reste der Klosteranlage mit Garten aber gehören dem Champagnerhaus, das die Gebäude mit viel Aufwand jüngst komplett renoviert hat. Öffentlich zugänglich ist die Anlage nicht. Die historisch wertvollen Rebflächen in Hautvillers sind übrigens "nur" Premier Cru klassifiziert, aber immer Bestandteil der Cuvée Dom Pérignon. Alle anderen Cuvée-Weine stammen aus Grands Crus Lagen.


Kellermeister und seit 1990 Erneuerer des Ruhms von Dom Pérignon: Richard Geoffroy führt das Haus von Erfolg zu Erfolg.

Bis heute sind insgesamt 39 Dom Pérignon-Jahrgänge auf den Markt gekommen:

1921, 1928, 1929,
1934,
1943, 1947, 1949,
1952, 1953, 1955, 1959,
1961, 1962, 1964, 1966, 1969,
1970, 1971, 1973, 1975, 1976, 1978,
1980, 1982, 1983, 1985, 1988,
1990, 1992, 1993, 1995, 1996, 1998, 1999,
2000, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006

Alle Dom Pérignons liegen mindestens sieben Jahre auf der Hefe, bevor sie degorgiert und auf den Markt gebracht werden. Das Haus strebt charakterstarke, auf Finesse und Balance ausgelegte Champagner an, die nur in guten und sehr guten Jahren auf den Markt gebracht werden. Damit sind Dom Pérignon Champagner immer Jahrgangschampagner. Die Cuvée schwankt naturgemäß, allerdings sind Chardonnay und Pinot Noir in etwa gleich verteilt. Pinot Meunier wird für den Dom Pérignon nicht verwendet.

Seit dem Jahrgang 1959 gibt es Dom Pérignon auch als Rosé-Champagner (1971 wurden auf Bestellung des Schah von Persien anlässlich des 2500 Jahre bestehenden Persischen Reiches die einzigen 306 Flaschen ausgeschenkt), bis heute insgesamt 24 Jahrgänge (bemerkenswert: 1986 gab es keinen Blanc, dafür einen Rosé):

1959 (nur 306 Flaschen!!),
1962, 1964, 1966, 1969,
1971, 1973, 1975, 1978,
1980, 1982, 1985, 1986, 1988,
1990, 1992, 1993, 1995, 1996, 1998,
2000, 2002, 2003, 2004, 2005

Neben diesen beiden Qualitäten hat man sich im Jahr 2000 entschieden, die Bibliothek des Hauses an alten Jahrgängen mit Flaschen, die noch auf der Hefe lagen, zu öffnen. Diese besonderen Qualitäten werden in der sogenannten Oenotheque-Reihe auf den Markt gebracht, sowohl als Blanc als auch als Rosé. Oenotheque-Flaschen sind extrem rar und auch entsprechend teuer. Fast alle älteren Oenotheque-Flaschen (vor 1990) werden über Auktionen in den Markt gebracht und nicht über den Handel. Diese Vorgehensweise sichert die absolute Authentizität der Flaschen. Sie werden in golden gefärbten Holzkisten unter dem Label "Commande Spécial" vertrieben. Dom Pérignon reserviert rund 10% der Flaschen für eine lange Lagerung auf der Hefe. Ab dem Jahrgang 1998 wurde die Oenotheque-Reihe schlicht in P2 umbenannt, das für die 2. Plénitude nach 12-15 Jahre Hefelagerung seht. Nach mindestens 20 Jahren erreicht der Champagner die 3. Plénitude.

Bislang wurden folgende Oenotheque-Blanc Jahrgänge freigegeben:
1959,
1964, 1966, 1969 (P3)
1970, 1971 (P3), 1973, 1975, 1976,
1980, 1982 (P3), 1985,
1990, 1992, 1993, 1995, 1996, 1998 (P2)

sowie folgende Oenotheque-Rosé-Jahrgänge:
1966 (released nur auf Auktion),
1978 (released nur auf Auktion),
1982, 1985, 1986, 1988 (alle released nur auf Auktion),
1990, 1992, 1993, 1995 (P2)

1987 erfolgte der Zusammenschluss mit der damals kurz vorher gebildeten Gruppe Vuitton-Veuve Clicquot, der Keimzelle des heutigen Luxuskonzerns LVMH.


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