Buchempfehlungen

Robert M. Parker
Parker Bordeaux
Gräfe & Unzer, Hallwag - 3. deutschsprachige Ausgabe, gebunden, 1240 Seiten (2004)
ISBN: 3774265801

Parker Bordeaux ist DAS Standardwerk zu den großen Bordeaux-Weinen. Auf über 1.200 Seiten finden sich 700 Château- und über 3.000 Weinbeschreibungen. Bordeaux-Liebhaber müssen dieses Buch haben! [mehr lesen...]
Clive Coates
The Wines of Bordeaux
University of California Press - Gebundene Ausgabe, Englisch, 720 Seiten (2004)
ISBN: 0520235738

Standardwerk über die Weine des Bordelais mit lexikalischem Anstrich, dem Buch von Parker nicht unähnlich. [mehr lesen...]

Buch in englischer Sprache
Michael Broadbent
Große Weine
Gräfe & Unzer, Hallwag - Gebundene Ausgabe, 671 Seiten (2004)
ISBN: 3774263450

Mehr als 10.000 Verkostungsnotizen der besten und größten Weine der Welt aus drei Jahrhunderten auf 650 Seiten bilden den Rahmen dieses monumentalen Werks. Broadbent ist vielleicht der bedeutendste Weinexperte unserer Zeit und fasst seine über 50-jährige Erfahrung in diesem Buch zusammen. [mehr lesen...]
Andrew Jefford, Jason Lowe
Weinlandschaft Frankreich
Gräfe & Unzer, Hallwag - Gebundene Ausgabe, 256 Seiten (2003)
ISBN: 3774208999

Ausgezeichnete Einführung in die Weinregionen Frankreichs, umfassend und kompetent. Legt besonderen Wert auf die Darstellung des Terroirs. [mehr lesen...]
Dewey Markham, Cornelis van Leeuwen, Franck Ferrand
Bordeaux
Flammarion im Vertrieb Prestel - Gebundene Ausgabe, 320 Seiten (2004)
ISBN: 208021022X

Großformatiger Bildband mit Kurzportraits aller 61 klassifizierten Médoc-Güter und herrlichen Fotos [mehr lesen...]

Bordeaux


Bordeaux ist beim Wein das Maß aller Dinge: nirgendwo auf der Welt wachsen so berühmte, außergewöhnliche und teure Weine wie hier. Alleine die Aufzählung der einzelnen Weinanbaugebiete verspricht Genuß auf höchstem Niveau. Dabei ist in Bordeaux fast alles ein wenig anders: die Klassifikation, die Vermarktung und das extreme Preisniveau. Weitere Superlative: es gibt in dieser Region über 10.000 Winzer, die Rebfläche ist mit 120.000 ha größer als alle Rebflächen Deutschlands zusammen und das Anbaugebiet ist in 57 Appellationen eingeteilt. Der Ruhm entstammt den klassifizerten Weingütern, vor allem aus den Prestige-Appellationen Saint-Julien, Pauillac, Saint-Estèphe, Margaux, Saint Emilion und Pomerol, die aber nur rund 7 % der gesamten Rebfläche bedecken. Der Rest versucht, das Licht des Ruhmes zu nützen und zu überleben.

Die berühmte Bordeaux-Klassifikation stammt von Napoleon III. aus dem Jahr 1855 und bezieht sich auf die Weine des Medoc. Damals wurden 61 Châteaus (davon 60 aus dem Medoc und nur Haut-Brion aus Graves!) entsprechend dem Handelswert in fünf Klassen ("Premier Cru Classé" bis "Cinquième Cru Classé") eingeteilt. Analog wurden 26 Châteaus in Sauternes und Barsac klassifiziert, nur Châteaux d`Yquem erhielt einen Sonderstatus. Die einzige Änderung, die an diesem System vorgenommen wurde, war 1973! die Aufwertung von Châteaux Mouton-Rothschild zum "Premier Cru", eine echte Sensation.

Die "Premier Crus Classé" (1855):
Château Haut-Brion (Graves)
Château Latour (Pauillac)
Château Lafite-Rothschild (Pauillac)
Château Margaux (Margaux)
Château Mouton-Rothschild (Pauillac, seit 1973)
Château d`Yquem (Sauternes)

Neben der Klassifikation von 1855 gibt es noch einige neuere Klassifikationen, die aber nie diese Bedeutung erlangt haben (z.B. Graves-Klassifikation 1959, Cru Bourgeois 2003, Staint Émilion).